Michael Richter

Wortburg. Aphorismen

Book on Demand, Norderstedt 2013
 

Die besten Ideen kommen gleich als Taten zur Welt.  


Ich habe es nur gemacht, um es nicht machen zu müssen.  


Wir verkommen immer schneller zur Sache.  


Solange sich ständig alles ändert, wird sich nie etwas ändern.  


Wissen resultiert aus der Ungenauigkeit unseres Nichtwissens.  


Wenn du etwas verschweigen willst, drück dich klar und deutlich aus.  


Alle Menschen werden rüder.  


Es heißt nicht umsonst Vorgesetzter und nicht Ausgesuchter.  


Es brauchte Jahrmilliarden bis zur Hundskamille.  


Wirkliche Liebe ist viel schöner als wahre.  


Nur wer sich hängen lässt, kann in Ruhe reifen.  


Je mehr man etwas liebt, desto öfter muss man sich dafür entscheiden.  


Auch wenn sie dich feiern, sie meinen nur sich.  


Vor dem Start steht der Sieger noch fest.   


Nach der Tat trocknen wir uns die Hände am Gewissen ab.  


Unser Bild vom Jenseits ist diesseits aller Vorstellungen.  


Unser Horizont wird auch von der anderen Seite benutzt.  


Ohne uns würden wir manches besser machen.  


Völlige Ruhe? Hört sich gut an.  


Nicht die Stärksten überleben, sondern die mit Kindern.  


Zuhause spielen Schauspieler gern sich selbst.  


Deutschland ist nur noch Folklore.  


Helden gehen in der Geschichte ein.  


Ein Verbot aller Verbote verbietet sich von selbst.  


Gott handelt in Gedanken und denkt in Taten.  


Manchmal spielt mich meine Rolle.  


Die bestmögliche Note für Militärs: Befriedend.  


Die Zukunft ist völlig überhofft.  


Alte Häuser erzählen gern, was ihnen gerade einfällt.  


Das Wichtigste am Sieg ist die Mühe, die sich gelohnt hat.  


Religion ist Verstehen wider besseres Wissen.  


Immer mehr Menschen entscheiden sich für das Altwerden.  


Wer einen Zyniker bessert, erhält einen besseren Zyniker.  


Nur wer Fehler zugeben kann, könnte ohne Fehler sein.  


Wut muss man ausleben, ehe sie verfliegt.  


Gute Wege führen hin und wieder weg.  


Gute Manieren sind das Ergebnis strenger Verziehung.  


Wir schieben den Start hinaus, bis wir am Ende sind.  


Wir sind nur ein Teil unserer selbst.  


Pädagogen holen uns da ab, wo sie sind.  


Wer zu viele kennt, den kennen zu viele.  


Lass dich nicht zurücksinken in die Waffen deiner Eltern.  


Wer nur Vorsätzen folgt, schafft es nie bis zum Hauptsatz.  


Fehler vermeiden zu wollen, ist ein Fehler, den man vermeiden sollte.  


In einigen Religionen muss dran glauben, wer nicht dran glaubt.  


Was wird aus uns Endverbrauchern, wenn am Ende alles verbraucht ist?  


Auf einige Briefe erhält man nur dann Antwort, wenn man sie nicht schreibt.  


In einer Welt von Siegern überwiegen die Verlierer.  


Es schafft zusätzliche Probleme, sie lösen zu wollen.  


Die nächsten Kriege haben zwischen uns längst begonnen.  


Eine Meinung zerfällt, wenn man nicht alle Teile gleichzeitig denken kann.  


Nur ein starker Wille kann sich selbst widerstehen.  


Wer nicht verzichten kann, muss auf vieles verzichten.  


Unendlichkeit und Ewigkeit sind kleine Mengen breit verteilt.  


Am stärksten ist der Wille, der nichts von sich weiß.  


Klugsein kann schaden, wenn man nicht durch Schaden klug geworden ist.  


Unsere Lieblingsgedanken neigen zu Übergewicht.  


Ich glaube an gar nichts mehr oder weniger.  


Frei ist, wer in seinem Käfig tun kann, was er will.  


Angesehene Menschen sind im besonderen Maße wie alle.  


In Zukunft kommt auf uns zu, was dereinst gewesen sein wird.  


Nur der eigene Irrtum scheint keiner zu sein.  


Wer sich festgedacht hat, muss sich erst wieder losfühlen.  


Unser Ziel erreichen wir erst nach dem Tod.  


Wenn mich meine Meinung belügt, sehe ich es ihr an.  


Urknall: Anfang in Vollendung.  


Zwecklos sind wir nicht, nur macht unser Zweck keinen Sinn.  


Andere zu verstehen hilft Brücken zu bauen - für den Angriff.  


In Hierarchien steigt man am besten von oben ein.  


Ungerührte Menschen werden mit der Zeit hart.  


Der Feind der Langsamkeit ist der Stillstand.  


Große Erkenntnisse bleiben aus, wenn kleine einen weiter 

bringen.  


Die Sonne scheint auch nach der anderen Seite.  


Was man lässt, dient der Selbstklärung, was man tut, der Tarnung.  


Was, wenn wir von früheren Gedanken überrundet werden?  


Die Kür im Denken besteht aus der Meinung.  


Ohne Inquisition sind die zehn Gebote nur Angebote.  


Man sollte verbieten, alles zu tun, was nicht verboten ist.  


Nur wenn die Antwort schon feststeht, kann eine Frage falsch gestellt sein.  


Es ist unverschämt, was uns künftige Generationen alles vorenthalten!  


Steigt der Marktwert von Niederlagen, lohnen sich Siege nicht mehr.  


Die Jugend neigt dazu, sich von ihrer späteren Meinung zu distanzieren.  


Wer einfach nicht glauben kann, braucht komplizierte Dogmen.  


Mit dem eigenen Ende kann man nichts anfangen.  


Jeden Tag sollte man sich vornehmen, irgend etwas sein zu lassen.  


Der deutsche Arbeitslose kauft nicht, wenn er muss, sondern wenn er kann.  


Wenn Aphorismen einschlagen, hinterlassen sie Durchblicke.  


Auf der Suche nach Glück kann man pfündig werden.  


Wer nichts versteht, gibt sich mit Dingen ab, die er versteht.  


Vorurteilsfreie Vorurteile haben auch nach dem Urteil Bestand.  


Dinge lassen sich danach unterscheiden, ob man eher ihr Fehlen 

oder ihr Dasein bemerkt.  


Ans Ende kommt man auch ohne Ziel.  


Oft bestätigen erst falsche Reaktionen die Richtigkeit unserer Aussagen.  


Ideologie: Gedanken in Aspik.  


Schmutzige Kinder sind mit sich im Reinen.  


Plausibel ist Demokratie allein durch die Möglichkeit des Abwählens.  


Der irdischen Natur fällt es immer schwerer, sich unserer Kultur anzupassen.  


Wir sind die für uns wichtigste Information über die Welt.  


Kunst handelt vom Möglichen, nicht von der Wirklichkeit.  


Radikaler Konstruktivismus provoziert als neuen Glauben den an die wirkliche Wirklichkeit.  


Der Mensch ist der Traum der Energie von einer kreativen Schwingung.  


Im ungenauen Verschweigen kommt man den Tatsachen am nächsten.  


Im Moment des Todes überholt uns die Vergangenheit.  


Wahrheiten ignorieren die Möglichkeiten der Wirklichkeit.  


Mit Pressworthämmern werden ganze Sinnkomplexe eingerissen.  


Rausch modifiziert unsere Fehlwahrnehmungen auf angenehme Weise.  


Nicht zu sein hat den Vorteil, überall gleichzeitig nicht sein zu können.  


Im Kern ist Wirklichkeit am möglichsten, am Rande bestenfalls wahr.  


Ab und zu erkennen wir die Wahrheit, aber wir vergessen sie zum Glück immer wieder.  


Lasst uns aus allen Lösungen neue Rätsel machen!  


In zweieinhalb Million Jahren wissen wir, wie die Andromeda-Galaxie heute aussieht.  


Schicksal lässt sich nur beeinflussen, wenn man sich mit ihm anfreundet.  


Mach dir nichts aus dem Tod, er macht sich auch Nichts aus dir.  


Zum Erkennen der Welt sind wir überqualifiziert.  


Gedanken stauen sich im Herzen, Gefühle im Kopf.  


Viele Medikamente helfen nur durch Verzicht.  


Selbst mit dem Schlimmsten rechnen wir nicht mehr im Kopf.  


Das vermessendste Hobby Sterblicher: Eine Fotosammlung vergangener Galaxien.  


Das meiste Schulwissen kann man abschreiben.  


Ironiker sind auf dem Rückweg von der Verzweiflung.  


Sie wollen nichts von mir. Ich gebe es ihnen aber nicht.  


Die meiste Zeit steht mein Verstehen ungenutzt in der Garage.  


Soldaten müssen fallen, bis die Entscheidung fällt.  


Die Besten nehmen am Wettbewerb gar nicht erst teil.  


Geben ist seliger denn nehmen – sagen jedenfalls die Boxer.  


Sprache lässt alles mit sich machen, wenn der Gedanke nur will.  


Müßiggang ist aller Lüste Anfang.  


Die Masse erkennt ihre Vorbilder an deren Eitelkeit.  


Für Abgetriebene wird die Gebärmutter zur Todeszelle.  


Die fatale Wirkung freier Wahlen: Man packt sich selbst in 

Schubladen.  


Gehirnjogging: Sich auf dem Laufenden halten.  


Geheimnisse hütet man, Lügen lässt man frei laufen.  


Unsere Oberflächlichkeit verlagert sich immer mehr nach innen.  


Unterlegene fassen schneller Vertrauen.  


Zivilisation entsteht durch Kultivierung des Alltäglichen.  


Bei dicker Luft wird die Luft dünn.  


Haben uns unsere Gefallenen einen Gefallen getan?  


Die Besten kommen ohne Ende ans Ziel.  


Der Menschheit stellt sich die Frage des Überlegens.  


Wahrheiten werden nicht gefunden, sondern definiert.  


Was tun, wenn man die eigene Meinung vergisst?  


Du bist nur so wie du bist du.  


Die Frage ist, ob wir einer größeren Wirklichkeit angepasst sind als der irdischen.  


In Wahrheit sind wir alle gleich, nur nicht wirklich.  


Meine Zielgruppe ist sich über mein Ziel noch nicht einig.  


Bei allem, was wir nicht können, eines können wir gut, ignorieren, was wir nicht können.  


Umweltschutz: Wie können wir uns noch besser vor unserer Umwelt schützen?  


Das Interessanteste an unserer Umgebung sind wir selbst.  


Kinder können vorgezeichnet ausmalen.  


Wettkämpfe verliefen interessanter, wäre immer der Dritte Sieger.  


Lügen können helfen, man muss nur das Richtige lügen.  


Einkaufen ist wie Boxen: Erst lässt man sich einiges bieten, dann schlägt man zu.  


Heute muss ich nicht ich sein, da kann ich einmal sein, was ich will.  


Von einer Andacht ist auch nur Angedachtes zu erwarten.  


Ich werde Börsenmakler, das hab´ ich, was ich weiß.  


Die Ewigkeit dauert nun schon einen ganzen Augenblick.  


Je vertrauter es dir ist, desto komischer wirkt es auf andere.  


Ein erweiterter Horizont lässt sich nicht mehr reparieren.  


Vom Tod ist nur der Anfang bekannt.  


Wir wollen Frauen ohne Hülle und Fülle!   


Lasst uns solange reden, bis wir alle verschiedener Meinung sind!  


Kollektive machen uns schutzlos gegenüber ihren Mitgliedern.  


Wir bleiben bei unseren Irrtümern, sie sind praktisch und denken sich gut!  


Zwei Brüste wohnen, ach, in meiner Seele!  


Kernthemen spalten die Gesellschaft nur. 

Was wir brauchen, sind erneuerbare und nachhaltige Probleme!  


Grundlage jeder Wahrheit ist ihre Übereinstimmung mit sich selbst.  


Für Gott wurden mehrere Patente beantragt.  


Wer zahlt, wenn jemand die Realität in Rechnung stellt?  


Wenn man schon kein Geld hat, dann am besten in einer schwachen Währung.  


Kleine Geister gehen in der Masse auf, große unter.  


Heute lebt die Masse ihre Dummheit aus, früher war dies ein Privileg der Klügsten.  


So unverschämt, wie uns Dinge früher vorenthalten wurden, so werden sie uns heute aufgedrängt.  


Wir wollen andere nicht kennen lernen, sondern von ihnen kennen gelernt werden.  


Noch in den Details des Tadels suchen wir nach Lob.  


Meine Träume warnen mich vor den Illusionen des Wachseins.  


Einladungen sind oft echte Hereinforderungen.  


Es ist unser erstes Leben, drum üben wir noch.  


Rein instinktiv verlassen wir uns manchmal nicht auf unsere Instinkte.  


Unsere Prinzipien sind die Regel, von denen unser Handeln die ständige Ausnahme ist.  


Wer sich gut kennt, hat sich viel zu verschweigen.  


Unsere Abhängigkeit von der Unabhängigkeit nimmt zu.  


Aphorismen sind Ausgleichsentladungen zwischen Möglichkeit und Wahrheit.  


Wirkliche Liebe ist bedienungslos.  


Nicht immer ist Schweigen nicht der Rede wert.  


Geld ist kein Selbstzweck, man braucht es zum Reichsein.  


Manch Ehepartner erweist sich als umgeschriebenes Blatt.  


Nach uns hat Gott sich aus dem Staube gemacht.  


Dass man etwas vergleichen kann, heißt noch lange nicht, dass man es auch vergleichen kann.  


Noch ist uns Gott mit uns ein Stück voraus.  


Gott wollte, dass wir handeln, so wurden wir Händler.  


Wir haben für die Freiheit gekämpft, nicht mehr wählen zu müssen.

 

Wenn Lösungen nichts nützen, helfen nur noch Konzentrate. 

 

Nur wer etwas nicht verstanden hatkann sich so ausdrücken, 
dass es auch dianderen nicht verstehen

 

Was, wenn Fremdartige plötzlich fremdfrech werden?  


Religionen verwundern Gott.  


Es gibt keine Heimat, nur Metamorphosen, an die wir uns gewöhnen.  


Wenn wir wüssten, was kommt, käme alles anders, so dass wir wieder nicht wüssten, was kommt.  


Manchmal ist es gar nicht so einfach, sich von der eigenen Meinung überzeugen zu lassen.  


Wenn die Liebe gegangen ist, sieht man, wen man alles vor sich hatte.  


Wer mit der eigenen Frau fremd geht, sollte ihr nichts davon verraten.  


Die Linke ist schwer von KP.  


Lernen heißt, Fehler verlernen zu lernen.  


Menschen sind weniger gleich als selbst.  


Manchmal leuchtet Dunkelheit ein.  


Das Kreuz verstellt uns den Blick auf den unsichtbaren Gott.  


Männer sind voll unnütz.  


Standpunkte kann man (nur) auf der Stelle wechseln.  


Eine solche Lösung habe ich nicht zu wagen gehofft!  


Verstehen kann man nur alles auf einmal, wissen nacheinander.  


Nur, wenn die Steine an der falschen Stelle liegen, können wir die richtigen Schritte üben.  


Jetzt wollen die Generäle den Weltfrieden in Angriff nehmen.  


Ein normaler Alltag ist schon ganz etwas Besonderes.  


Mit der Zeugung kommen wir in die Welt, mit der Geburt auf sie.  


Geneigte Worte sind rutschig.  


Gottes Form ist unwesentlich.  


Keiner will mehr selbst Fragen stellen, alle nur noch Antworten auswählen.  


Wenn mir ein Dummer dumm kommt, kann ich damit leben.  


Vergangenheit ist es erst, wenn sich niemand mehr daran erinnert.  


Bevor man sich eine abschließende Meinung bildet, sollte man es mit einer abschließbare versuchen.  


Dschungel lassen sich einfacher erklären, wenn man sie vorher rodet.  


Keiner will etwas von mir, alle wollen nur was von mir.  


Wenn man die richtigen Fragen hat, können die Antworten ruhig falsch sein.  


Nur in den eigenen vierundzwanzig Wänden fühlen wir uns richtig wohl.  


Religion entstand durch das Anhimmeln des Kosmos.  


Ignorieren kann man jemanden nur aus der Nähe.  


Unsere Gedanken kommen gegen die Sprache nicht an.  


Nichts ist für die Ewigkeit, Sein nicht.  


Ausruhen ist auch nicht anstrengender als Arbeit.  


Das Leben geht immer weiter, manchmal als man denkt.  


Manche Freunde halten nur zu einem, wenn man Fehler macht.  


Schönheitskönigin wird man ohne Ansehen der Person.  


Wir müssen die Frage von einem klaren Wohlstandpunkt aus beurteilen.  


Der eine bildet sich Urteile, der andere fällt sie.  


Liberale Demokratie ist eine primitive Frühform zivilisierten Zusammenlebens.  


Ärzte behandeln alle Patienten gleich, nur nicht gleich.  


Man kann in der Wahrheit leben, aber schöner ist es in der Wirklichkeit.  


Es ist kreativer, über Dinge zu reden, von denen man keine Ahnung hat.  


Vergessene Worte stellen sich oft nur tot.  


Objektivität kann Fehler machen, in der Phantasie muss alles stimmen.  


Man sieht es den Menschen nicht an, ob man es ihnen ansieht.  


Nicht nur in der Diktatur, auch in der Demokratie sind Änderungen möglich.  


Siege sind frei konvertierbar, Niederlagen nicht.  


Wahrheiten richten viele Lügen an.  


Wer ständig Fehler macht, sollte versuchen, davon zu leben.  


Dem Verlierer bleibt ein gewinnendes Lächeln.  


Ehrliche Menschen spielen keine Rolle.   


Am Ziel ist der nächste Start das Ziel.  


Ohne Fehler macht man alles falsch.  


Heute muss man sogar kämpfen, um der Letzte zu bleiben.  


Nur Optimisten sind an Neuigkeiten interessiert.  


Dass nicht alles gut war, ist nicht so schlecht gewesen.  


Pilze an der toten Eiche – eine große Portion haben sie sich aufgetan.  


Tanzen ist wie Erkenntnis, man dreht sich im Kreis.  


Sieger sind von allen die Bestien.  


Dem dreifaltigen Gott entspricht der einfältige Mensch.  


Wer sich selbst auf die Spur kommt, ist im Kreis gelaufen.  


Das Gegenteil von vorschnell ist schnell.  


Beweise sind unglaubnötig.  


Wer sich noch erreichen will, muss sich sputen.  


Zu sich geht es nicht voran.  


Freiheit heißt, wir dürfen nicht zurück in den Käfig.  


Die Leute interessiert vor allem der Schnee von heute.  


Wer ganz neu anfangen will, hat ständig zu tun.  


Gezieltes Nachdenken trifft ohne Übung nicht.  


Das Ziel verbirgt sich im Grund für den Start.  


Atheisten glauben mehr als sie wissen.  


Bei genauerem Wegsehen ist das Elend gar nicht so groß.  


Unfreiheit fängt damit an, das man den Kopf nicht frei bekommt.  


Ich würde mich nicht mit mir vertragen, es sei denn, einer von mir würde sich ändern.  


Einige Anzeigen gehören angezeigt.  


Wir bereiten anderen gern Gehfallen.  


Ein Krieg bei uns würde mich doch sehr verwunden.  


Hass wird in seiner Wirksamkeit nur durch Wut geschmälert.  


Im Fernsehen wird angesagt, was gerade angesagt ist.  


Die Milchstraße ist die einzige Galaxie, die wir nicht von außen betrachten können  


Nur wer etwas versteht, kann sich irren.  


Gott hat uns das Fühlen gegeben, damit wir nicht alles erst verstehen müssen.  


Wissen braucht Annäherung, Verstehen Distanz.  


Alles Wichtige findet nebenbei statt.  


Gott entscheidet sich nicht, er realisiert alle Varianten.  


Die Wege des Herrn sind erforscht, es fanden sich keine Spuren.  


Es ist die Trägheit, die uns am Halten hindert.  


Wir sollten versuchen, das Militär in die Reserve zu locken.  


Unter Emanzen gibt es jede Menge Herdliner.  


Aktionskünstler trifft man bei kulturellen Verunstaltungen.  


Viele Rentner sind nicht reif, eher überlagert.  


Ein starker Wille macht sich die Schwächen zu Partnern.  


Wenn wir fünf Kilo abnehmen, müssen wir die nicht beerdigen?  


Je besser wir uns irren, desto klüger nennen uns die Dummen.  


Besser mit Anstand der Beste als mit Abstand.  


Es macht Spaß, von der Pfadheit der Tugend abzuweichen.  


Deus absconditus: Gott glänzt durch Abwesenheit.  


Bei der Arbeitsvermittlung zieht jeder eine Nummer ab.  


Journalisten haben nicht die leiseste Ahnung, sondern die lauteste.  


Bei Politikern muss man warten, bis sich ihre Akzente gesetzt haben.  


Das Leben entwickelt sich gleichzeitig aus verschiedenen Richtungen auf uns zu.  


Man lehrt die Leute Tugend, um sie von noch mehr Tugend abzuhalten.  


Wer sich seine Zeit einteilt, sollte ein paar schöne Stücke für den Schluss aufheben.  


Erkenntnis funktioniert auch in die andere Richtung.  


Auf der Flucht vor sich selbst schmilzt der Vorsprung.  


Wer mit der Erkenntnis am Ende ist, kann nicht mehr zurück.  


Mit jedem neuen Tag geraten wir tiefer in die Vergangenheit.  


Nur wer viel liest, hat genügend Stoff zum Vergessen.  


Unfähige werden bei gleicher Eignung bevorzugt.  


Manch einer hat sowenig Erinnerungen, dass sich nicht einmal 

das Vergessen lohnt.  


Wenn die Gegebenheiten nichts hergeben, bieten sich Genommenheiten an.  


Einen Großteil meiner Meinung verstehe ich überhaupt nicht.  


Unsere Aufgabe ist die Aufgabe des Gegners.  


Meinungen sollten so übersichtlich sein, dass man sie sich eine Weile merken kann.  


Bevor sie dich kaputt machen, nimm dich lieber ganz zurück.  


Schweigen wird öfter gebogen als gebrochen.  


An der Erde führt kein Weg vorbei.  


Die Wirklichkeit ist zu schön, um wahr zu sein.  


Wer viel sagen will, muss noch mehr weglassen.  


Regelmäßigkeit bringt das Leben völlig aus dem Rhythmus.  


Auf der schiefen Bahn kommt man schnell aufwärts.  


Man reist, um andere Gegenden in sich zu entdecken.  


Sackgassen führen schneller zu einem Ergebnis.  


Wenn du nichts zu tun hast, mach es bitte nicht bei mir!  


Alles Versuche, dem Dasein lebendig zu entkommen.  


Freudensprünge sind eine bemerkenswerte Bewegungsform der Materie.  


Auf Erden kann es kein Heimweh geben - wir sind zuhause.  


Ich gehöre nicht zu dir; es reicht, wenn du zu mir gehörst.  


Nur wenn wir unser Letztes geben, wollen sie unser Bestes.  


Ungenaues muss man vage formulieren, um sich genau auszudrücken.  


Wahlen entscheidet die überwältigte Mehrheit.  


Die Zuschauer spielen die wichtigste Rolle.  


Grabspruch des Soldaten: Ich war ein ganzer Kerl.  


Die Visionen der Generäle: Divisionen.  


Schon wieder sind kluge Gedanken Abhandlung gekommen.  


Wir wissen, wie man zur Welt kommt, aber nicht, wie zurück.  


Bei heißen Themen dreht man die Worte besser oft im Munde um.  


Eliten erkennen sich nur gegenseitig, die Masse erkennt jeder.  


Wenn sich die Wahrheit herausstellt, stellen sich Lügen ein.  


Die Klarheit der Formel wird nur von der Mehrdeutigkeit der Metapher übertroffen.  


Bevor es gilt, muss es zur Geltung gebracht werden.  


Festvorträge sind ohne Flüssigkeit ungenießbar.  


Wir müssen uns von etwas aus denken, das wir von uns aus nicht denken können.  


Nur der Mensch sieht sich Galaxien von außen an.  


Männer sind so stark wie ihr schwächstes Glied.  


Taten sind ehrlicher als Worte.  


Überlegen ist, wer nicht lange überlegen muss.  


Eine gute Billigreise kann man sich ruhig etwas kosten lassen.  


Ohne Wahrheiten verliert man sich in der Wirklichkeit.  


Lasst uns gegen die Entropie anlieben!  


Niemand kann dich etwas lehren, ohne die Erfahrung, die du mit ihm machst.  


Schwierige Probleme lassen sich nur mit Leichtigkeit lösen.  


Ich sehe das ein ganz klein wenig entgegengesetzt.  


Menschen und Banker stammen vom selben Vorfahren ab.  


Wir müssen lernen, mit dem Scherz zu leben.  


Wir können die Welt vor allem deswegen schlecht erklären, 
weil es uns darin gibt.
 


Was am Ende allein zählt, sind unterlassene Taten.  


Zum Glück müssen wir nicht immer glücklich sein.  


Undiskutierte Meinungen sind klein, rund und stabil.  


Urteilsfreie Meinungen liegen im Trend.  


Dass es unnütz ist, macht vieles erst nützlich.  


Es ist immer das gleiche, jedes Mal was anderes!  


Eine Weile ist das richtige Maß für den Menschen.   


Schweigen besteht aus ungleich großen Mengen dessen, was man verschweigt.  


Wir verteidigen, wen wir gern allein kritisieren.  


Wer sich gefangen hat, kann entlassen werden.  


Wir bilden uns eine Meinung ein.  


Wenn dir kein Vertrauen entgegengebracht wird, musst du es dir holen.  


Am liebsten bleibe ich ganz weit hier.  


Das Verleugnen steckt oft im Schweigen.  


Das Wichtige wäre ohne Unwichtiges unerträglich.  


Unsere starken Seiten beschreiben wir, die dünnen nehmen wir zum Einwickeln.  


Wir versuchen, uns die Änderung als Bleiben einzurichten.  


Sich das Leben schön zu machen, ist oft so anstrengend, dass es dadurch nicht mehr schön ist.  


Ich glaube nicht an die Wirklichkeit, sie scheint mir völlig unrealistisch zu sein.  


Sicher sind wir im Unrecht. 

Nur unsicher könnten wir Recht haben.  


Viele macht man sich zum Feind, indem man sie für Feinde hält.  


Siege verlieren sich wieder.  


Gleiches Handeln in verschiedenen Situationen ist unterschiedliches Handeln.  


Was ohne Anfang ist, findet auch kein Ende.  


Es braucht Kraft, seine Stärken nicht zu zeigen.  


Morgens wache ich ein und träume den ganzen Tag.  


Wenn wir den Schmerz verbannen, schwindet auch das Glück.  


Unter Hitler war das Wetter oft besser.  


Atheismus ist unbegründeter Optimismus.  


Die einen suchen ihren Platz im Leben, die anderen die richtige Bewegung.  


Wem es gefällt, dass wir fallen, der hat uns vielleicht gefällt.  


Vor dem Extrapolieren werden die Daten extra poliert.  


Über denselben Gedanken macht sich jeder eine andere Wirklichkeit.  


In wichtigen Dingen braucht man Fragen, sonst reichen Antworten.  


Reichtum können wir uns ersparen.  


Mit wachsender Erkenntnis nimmt unsere Dummheit 
immer komplexere Formen an.
 


Wer Erfahrungen sammelt, muss aussortieren.  


Ich bin zu schwach für mich.  


Mehr noch als vor dem Bösen schützt Moral vor dem, was wirklich gut ist.  


Es versteht dich nur, wer sich dadurch selbst besser versteht.  


In jedem Augenblick des Lebens entscheidet sich alles Weitere.  


Orden werden nur verliehen.  


Um Niederlagen zu vermeiden, reicht Stärke, für Siege braucht man auch noch Glück.  


Der Tod ist nichts, was kommt; wir sind etwas, das geht.  


Zivilisation entsteht durch das tolerante Missverständnis 
aller Irrenden untereinander.
 


Unser Denken kann unsere Stimmungen nicht überstimmen, 
höchstens überdenken.
 


Lieber auf schlechten Wegen ins Glück, als auf dem besten Weg ins Verderben.  


Es gibt schlimme Sachen, die wirklich gut sind.  


Ein Sieg bewirkt vor allem jede Menge Niederlagen.  


Wer ehrlich bleiben will, muss gut lügen können.  


Dieser Sieg ist ja nicht unsere erste Niederlage.  


Was verbirgt sich hinter der Enttarnung?  


Sei bitte mit den anderen, und lass mich gegen dich gewinnen.  


Ehrfurcht ist auch nur Furcht.  


Bei Prüfungen werden wir sachlich beurteilt, nicht menschlich.  


Nur wer seine Schwächen als Stärken nutzt, kann siegen.  


Wenn alle Antworten wahr sind, steckt die Lüge in den Fragen.  


Wer verstehen will, muss sich mit dem befassen, was er nicht versteht.  


Je schwerer das eigene Gewicht ist, desto leichter lässt es sich halten.  


Manches ist ganz einfach schwierig.  


Die kleinste Form der Selbstjustiz: Selbstgerechtigkeit.  


Ziel der Erkenntnis ist es, sich genauer zu irren.  


Unser Denken ist nur zur Mitte hin begrenzt.  


Denkmüde legen sich fest.  


Die an dich glauben, wissen es nicht besser.  


Erkennen funktioniert nur durch Mischung von Wirklichkeit und Wahrheit.  


Moralisten lügen besser, sie haben mehr Grund dazu.  


Cleverness hilft nur gegenüber Dümmeren.  


Meinungen rekrutieren sich leichter aus anderen Meinungen als aus Tatsachen.  


Moral erlahmt ohne demoralisierende Einflüsse.  


Nach Safer Sex kommt nun das Ende ungeschützten Denkens.  


Manchmal vertraut man sich völlig in jemandem.  


Beweisbarkeit ist das Kriterium der Wahrheit, Unbeweisbarkeit das der Wirklichkeit.  


Vor allem, wenn wir ehrlich sind, irren wir; und vor allem wenn wie ehrlich sind, irren wir.  


Menschen sind nacktaktiv.  


Mit Unterforderung ist man schnell überfordert.  


Wahrheiten und Horizonte lösen sich bei genauer Betrachtung auf.  


Geschichten sind oft authentischer als es die Wirklichkeit war.  


Der Wirklichkeit ist es egal, ob wir sie akzeptieren, der Wahrheit nicht.  


Tote sind ihrer Zeit weit voraus.  


Gott kennt sich aus mit Gläubigerversammlungen.  


Das Leben: Tanz in allen Seelen.  


Die anderen denken von dir, was gerade zu ihnen passt.  


Sieger ist nicht, wer den Gegner geschlagen, sondern wer sein Ziel erreicht hat.  


Der Tod liegt nicht in der Zukunft, man tritt seitlich aus der Reihe.  


Besser das Leben meistern als herumdoktern.  


Vor Mut aus Wut sei auf der Hut.  


Ein verschwiegener Gedanke verschwindet, eine verschwiegene Tat wirkt weiter.  


Wer einen Irrtum erkennt, ersetzt ihn durch einen unerkannten.  


Der Bürokrat erinnert sich nicht, er hatte einen Aussitzer.  


Wir sehen die Natur so, wie sie von uns gesehen werden möchte.  


Ehrlichkeit sich selbst gegenüber beginnt immer mit Enttäuschungen.  


Die Fehler der Eltern erben die Kinder schon zu Lebzeiten.  


Wer sich nicht beschwert, lebt leichter.  


Bei der Arbeit erholen wir uns vom Zwang zu effektiver Entspannung.  


Neue Pauschalreise: Gezielt auf Abwege geraten.  


Ideologien konfusionieren unterschiedliche Irrtümer.  


Wir sehen Zukunft und Vergangenheit zeitenverkehrt.  


Wer heutzutage auf achtzig ist, behindert den Verkehr.  


Es heißt Ratschlag, nicht Ratstreicheln.  


Viele Geheimnisse sind ausgesprochen uninteressant.  


Unsere Zukunft gilt nur heute, morgen gibt es eine neue.  


Unglück ist vorprogrammiert, wenn man sein Leben auf Glück aufbaut.  


Immer mehr Globetrottel suchen die Ecken der Erde.  


Wer mit sich selbst kämpft, verliert, wenn er gewinnt.  


Gutachter bevorzugen meist Bösachten.  


Wer nichts dafür konnte, war noch lange nicht dagegen.  


Wir sind erst glücklich, wenn wir wissen, dass wir es sind.  


Irgendwann spielt es keine Rolle mehr, ob es eine Rolle spielt.  


Das Selbstwertgefühl ergibt sich aus dem Verkaufspreis.  


Erlass dir am besten, was du dir schuldig geblieben bist.  


Wenn du dich gehen lässt, geh einfach mit!  


In der Moral geht es nur noch darum, wie man mit der Moral anderer umgeht.  


Wir sehen die Menschen vor lauter Menschheit nicht mehr.  


Ich mache lieber das andere nach dem einen.  


Das schmeckt ja gut! Was ist denn da alles nicht drin?  


Verstehen ist ein Prozess ohne Anklage.  


Am Ende weiß man immer noch nichts, aber man versteht besser, damit umzugehen.  


Nur auf der Kippe kann man ins Gleichgewicht kommen.  


Wohlstand: Glücksfalle für Deutschland.  


Am Ende einer Sackgasse finden sich die schönsten Kneipen.  


Motive sterben langsam aus und werden durch gute Gründe ersetzt.  


Der Mensch ist von Natur aus unnatürlich.  


Wir wissen, dass was kommt, aber nicht das, was kommt.  


Auch ohne uns passieren mit uns viele Dinge.  


Auf Langsamkeit sollte man schnell reagieren.  


Wirklichkeit ist reduzierte Möglichkeit.  


Wer sein Bestes gibt, kriegt es selten zurück.  


Angeklagte haben mit Vorurteilen zu kämpfen, Vorbestrafte mit Nachurteilen.  


Problematischer als Gleichgültige sind Ungültige.  


Verschweigen mündet oft im Vergessen.  


Das Gegenteil von Wahrheit ist eine andere Wahrheit.  


Lichtblicke blenden einen zunächst.  


Im Naturschauspiel spielt nur der Mensch eine Rolle.  


Es dauert Jahre, ehe man die Eltern klein hat.  


Wer in der Realität ankommt, ist der Wahrheit weit voraus.  


Ständig verändern Nichtbegegnungen unser Leben.  


In welcher Wirklichkeit wir leben, hängt von unserer Wahrheit ab.  


An der Wirklichkeit interessiert uns alles Mögliche.  


Dem Erfolglosen stehen alle Türen hinter sich offen.  


Echte Geheimnisse ahnt man nicht einmal.  


Wenn alle im Dorf dieselbe Partei wählen, ist es vorbei mit dem Wahlgeheimnis.  


Es ist schwierig, das Verschwiegene richtig zu deuten.  


Extreme Freundlichkeit ist eine Form von Extremismus.  


Männer ziehen beim Sex oft nur ihr Ding durch.  


Meist ist man darüber geteilter Meinung, wie die Meinung geteilt werden soll.  


Keine Diskussion! Meine Meinung dazu steckt fest!  


Für viele Aufgaben sind Schlechtere besser geeignet.  


Liebe entbindet uns von belastender Verantwortungslosigkeit.  


Stille definiert sich durch die Art der fehlenden Geräusche.  


Oft ist nicht falsch, was man sagt, aber dass man es sagt.  


Angeber machen falsche Angaben.  


Nach all dem Stress mal wieder richtig abwarten!  


Gemischte Gefühle enthalten zu viele Gedanken.  


Erklären können wir es nicht so gut, aber umso besser formulieren.  


Einen Eindruck, den man einmal erweckt hat, wird man nicht so schnell wieder los.  


Hauptmerkmal des Irrtums: Man erkennt ihn selbst nicht.  


Es gibt Situationen, da hilft nur keine Lösung.  


Manches Vorurteil ist entschieden zu positiv.  


Meine rechte Hirnhälfte ist undicht, es tröpfelt Aphorismen.  


Es ist unmöglich, in Worte zu fassen, was sich ohne Sprache alles denken lässt.  


Klare Gedanken verdünnen Gefühle.  


Egal, ob das Glas halbvoll oder halbleer ist, Hauptsache es ist überhaupt noch was drin.  


Nach dem Parteitag landet alles in der Redentonne.  


Viele Schweigen stehen leer.  


Kinder spielen ernsthaft, Erwachsene ernsthaft zu sein.  


Viele kennen nicht mal die Gegend bis zu ihrem Horizont.  


Gedanken gehen schneller konform als Taten.  


Dick ist man erst, wenn man den Bauch nicht mehr einziehen kann.  


Im kleinen Herbst fallen die Blütenblätter.  


Die vielen Wahrheiten hinterlassen Kratzer an der Wirklichkeit.  


Pragmatiker vermuten hinter jeder Idee ein Interesse, 


Intellektuelle hinter jedem Interesse eine Idee.  


Eine gesättigte Gesellschaft löst keine Probleme.  


Wir suchen nicht mehr nach Erkenntnis, sondern nach Sätzen, die uns gut stehen.  


Jetzt vernünftig zu sein, wäre wirklich unvernünftig!  


Mit zunehmenden Wahlmöglichkeiten verringert sich unser Wahlvermögen.  


Die wenigsten Antworten überlegt man sich erst nach der Frage.  


Zu sich findet man oft, wenn man gerade nicht sucht.  


Den Unterschied zwischen Leben und Tod können Lebende schlecht beurteilen.  


Nach dem Lied des Waldes tanzen langsam die Bäume.  


Nichtsein heißt, gerade keinen Augenblick zu haben.  


Sollten wir Gott auf die Spur kommen, wechselt er die Transzendenz.  


Der Vorteil des Alters: Man muss nicht mehr so viel planen.  


Richte dich im Warten ein, es könnte die Erfüllung sein.  


Architekten des Geistes sind Meister des Rückbaus.  


Wenn alle halbwegs fahren, stößt keiner zusammen.  


Die einen sammeln Erfahrungen, die anderen erjagen sie.  


Bei all den Veränderungen wirkt unsere Schuld stabilisierend.  


Der Irrtum fängt damit an, dass wir die Wirklichkeit nur wahrnehmen.  


Sollen wirklich alle Menschen Brüder werden?  


Wer sich für geeignet hält, ist meist ungeeignet.  


Wem die Hälfte reicht, der ist doppelt zufrieden.  


Am vollsten lässt es sich aus nichts schöpfen.  


Das Leben ist besser geeignet, 

Dinge zu beginnen als sie zu vollenden.  


Manche Sätze sind Jalousien vor erleuchteten Fenstern.  


Wir möchten zwar gebraucht werden, lassen uns aber ungern gebrauchen.  


Wer das Böse aus der Welt schaffen will, braucht ein sicheres Endlager.  


Wenn wir nur wüssten, was die anderen sehen, wenn sie uns anschauen.  


Die Welt steht uns offen, aber nicht zu.  


Beim Kampf trifft man den anderen am besten in der Mitte.  


Fragen kommen für viele als Antworten nicht in Frage.  


Für durchdachte Meinungen reicht unser Hirn nicht.  


Bei angemessener Entlohnung wird eng Maß genommen.  


Verheiratete Männer sehen oft so aus, wie Frauen sich Männer wünschen.  


Der Wille ist ohne Moral, er folgt auch jeder Lüge.  


Eine begründete Meinung stärkt auch die Gegenmeinung.  


Geblieben sind uns Waffelschmieden.  


Mystik lässt uns das Ende des Verstehens wie ein Anfang erscheinen.  


Der Tod erweitert unseren Horizont auf schwer nachvollziehbare Weise.  


Wunden gibt es immer wieder.  


Die Sonne geht auf in ihrer Aufgabe.  


Kluge Egoisten sind altruistisch – wegen der vielen Vorteile.  


Kurz hinter der Diskussionslinie graben wir uns in der Wahrheit ein.  


Aphorismen sind keine Bausteine, eher Bauschutt.  


Das Ganze ist nur die eine Seite.  


Direktor wird man, um nicht mehr recht haben zu müssen.  


Lass dir nicht vorschreiben, was deine Freiheit ist!  


Die Verhältnisse ändern sich, wenn sich unser Verhältnis dazu ändert.  


Nicht die richtige Idee soll unsere sein, sondern unsere die richtige.  


Naturgesetze kennen nur Urteile, keine Anklage.  


Mode beweist, dass die Wirkung die Ursache ist.  


Ganoven brechen irgendwann in der eigenen Wahrheit ein.  


Nur wer sich beteiligt, kann unbeteiligt wirken.  


Im Lauf der Jahre nimmt die Zahl der Beendigungen zu.  


Die öffentliche Meinung wird von Untellektuellen geprägt.  


Aus den Bewohnern des Landes werden immer mehr Benutzer.  


Starke Gefühle sollten wir uns nicht verdenken.  


Wirklichkeit ist verdünntes Nichts.   


Je stärker das Teleskop, desto deutlicher erkennen wir nichts.  


Um nicht überflüssig zu werden, denken Philosophen nichts zu ende.  


Die Zeichen stehen auf Wind.  


Erfolg haben zu wollen, verhindert ihn nicht immer.  


Wie stellen unseren Scheffel unter das Licht.  


Den ganzen Menschen erlebt man erst, wenn er kaputt ist.  


Wir sind nur eine von verschiedenen Meinungen der Natur über sich.  


Wer Ruhe gefunden hat, sollte still genießen.  


Schicke Holzmöbel aus ökonomisch nachhaltigem Abbau.  


Mit der Natur kann man nur im Vielklang leben.  


Wer sich zu weit entfernt, findet bis zum Tod nicht zurück.  


Unmögliches kann man Unwirklichkeit werden lassen.  


Einfache Gedanken lieben Konsequenzen.  


Was zu uns passt, steht uns oft nicht.  


Wer keine Rolle spielt, kann besser er selbst sein.  


Endlich fällt mir nichts mehr ein.  

 

107206